Vorsitzender des Beirates der Stiftung Sayner Hütte
Gründungspräsident ERIH – European Route of Industrial Heritage/Boardmember
Gründungs-CEO/Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur GmbH (1999 -2019) |
Gründungsvorsitzender des PopRat Saarland (2. Vorsitzender) – Beiratsmitglied | Ehrenpräsident des SMV – Saarländischer Museumsverband
Kulturmanagement heute
Grundlagen, Akteure und Handlungsfelder — Philosophische Fakultät, Universität des Saarlandes
B3.2 Konferenzraum 3.01
Semester: 7. April – 17. Juli 2026
LV: 5500062965
Zur Lehrveranstaltung
Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig Gründungspräsident ERIH – European Route of Industrial Heritage CEO | Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte a.D.
Vorbesprechung: Montag, 13. April 2026 | 10 h c.t.
Regulär: Montags 10 c.t. bis 12 Uhr B3.2 Konferenzraum 3.01
Plus Blockveranstaltungen nach Vereinbarung
Kultur unter Druck
Öffentliche Kulturetats werden gekürzt, kulturelle Arbeit muss sich zunehmend rechtfertigen. Gleichzeitig zählt die Kultur- und Kreativwirtschaft zu den ökonomisch bedeutendsten Bereichen in Deutschland — ein Widerspruch, der im Mittelpunkt dieser Lehrveranstaltung steht.
Wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft
3,3%
Anteil am BIP
Bruttoinlandsprodukt Deutschlands
~105 Mrd.
Bruttowertschöpfung
100 bis 110 Milliarden Euro jährlich
>120 Mrd.
Umsatz
Über 120 Milliarden Euro pro Jahr
1,8 Mio.
Erwerbstätige
Mehr als 1,8 Millionen Beschäftigte
Fiskalische Relevanz: Einnahmen vs. Ausgaben
Steuereinnahmen aus der Kreativwirtschaft
Der Staat erzielt aus der Kultur- und Kreativwirtschaft rund 30 Milliarden Euro pro Jahr — aus Einkommen-, Umsatz- und Unternehmenssteuern.
Öffentliche Kulturausgaben
Bund, Länder und Kommunen investieren gemeinsam etwa 12 bis 13 Milliarden Euro jährlich in die öffentliche Kultur — ein deutlich geringerer Betrag als die fiskalischen Rückflüsse.
Dieses Verhältnis verdeutlicht: Kulturförderung ist keine Subvention ohne Gegenwert, sondern eine Investition mit messbarem ökonomischen Nutzen.
Das Spannungsfeld verstehen
Wie lässt sich das Verhältnis zwischen Sparzwang, kultureller Verantwortung und ökonomischer Leistungsfähigkeit verstehen? Und welche Rolle kann qualifiziertes Kulturmanagement dabei spielen?
Sparzwang
Kürzungen öffentlicher Kulturetats und wachsender Rechtfertigungsdruck
Kulturelle Verantwortung
Kultur als gesellschaftliche Aufgabe und Ausdruck kollektiver Identität
Ökonomische Leistungsfähigkeit
Kultur als Wirtschaftsfaktor mit nachweisbarem Mehrwert
Inhalte der Lehrveranstaltung
Die Veranstaltung führt praxisnah in zentrale Grundlagen des Kulturmanagements ein. Anhand aktueller Beispiele aus öffentlicher Kultur, Popkultur und freien Szenen werden Akteure, Organisationsformen und Handlungsspielräume sichtbar gemacht.
Kultur als gesellschaftliche Aufgabe
Kulturelle Institutionen, öffentliche Verantwortung und gesellschaftlicher Auftrag
Kultur als wirtschaftlicher Faktor
Ökonomische Dimensionen, Kreativwirtschaft und Wertschöpfung
Akteure & Organisationsformen
Öffentliche Kultur, Popkultur, freie Szenen und ihre Strukturen
Für wen ist diese Veranstaltung?
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, die verstehen möchten, wie Kultur heute organisiert, vermittelt und gestaltet wird — und warum Kulturmanagement mehr ist als Verwaltung.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Kultur unter veränderten politischen, finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen professionell gestaltet werden kann, ohne ihre inhaltliche Freiheit zu verlieren.
Leistungsnachweis
01
Aktive Mitwirkung
Regelmäßige Teilnahme und engagierte Beteiligung an Diskussionen und Seminargesprächen
02
Referate
Semesterleistungen in Form von Referaten zu ausgewählten Themen des Kulturmanagements
03
Eigene Konzepte
Entwicklung eigener Ideen und Konzepte als kreativer Beitrag zur Lehrveranstaltung
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Vorbesprechung: Montag, 13. April 2026 | 10 h c.t. | B3.2 Konferenzraum 3.01